Wenn Windows XP nach einem Treiber für den USB-Stick fragt...

dann ist meistens etwas mit dem System nicht mehr so ganz in Ordnung. Das gilt um so mehr, wenn der Stick (oder ein anderes USB-Gerät) in der Vergangenheit schon einmal einwandfrei an diesem Rechner funktioniert hat. In diesem Fall hängt das Problem sehr oft mit den im Verzeichnis '%windir%\inf' liegenden, sogenannten 'Inf-Dateien' zusammen. Dort sieht Windows z. B. nach, wie es ein gerade eingestecktes USB-Gerät zu behandeln hat und welcher Treiber verwendet werden soll. Das ist auch der Grund dafür, dass viele Hardwareprodukte bei der Installation verlangen, dass erst die Treiber installiert werden müssen bevor die Hardware am USB-Bus in Betrieb genommen wird.

Troubleshooting

Im ersten Schritt sollte man im Inf-Verzeichnis (siehe oben) die Datei 'INFCACHE.1' löschen und denn den Rechner neu starten. Diese Datei wird von Windows dann neu angelegt und dient als Cache einfach der Beschleunigung der internen Treibersuche. Änderungen an den Inf-Dateien werden also von Windows in der Regel nur beim Neuaufbau der Datei bemerkt. Ist 'INFCACHE.1' defekt, kommt es u. a. zu den beschriebenen Problemen. Ist da Problem damit nicht beseitigt, folgt der zweite Schritt.

Für diesen zweiten Schritt, eine komplette Überprüfung der USB-Umgebung im Gerätemanager, empfiehlt sich das Tool 'USB-Troubleshooter'. Es kann bei Heise (im neuen Fenster) heruntergeladen werden und bietet eine gut dokumentierte Schritt-für-Schritt Anleitung zur Fehlersuche und -beseitigung.

Im dritten Schritt, wenn nicht anderes geholfen hat, muss geprüft werden ob die zu dem Gerät passende Inf-Datei beschädigt ist oder völlig fehlt. Da hilft z. B. der Vergleich der entsprechenden Verzeichnisse mit einem anderen Rechner, der den Fehler nicht zeigt.

In meinem Fall war die Datei 'usbstor.inf' aus ungeklärten Umständen verschwunden - und die ist für fast alle USB-Massenspeicher zuständig. Neben der Datei mit der Endung '.inf' gibt es in der Regel noch eine gleichen Namens mit der Endung '.pnf'. Dabei handelt es sich um die kompilierte Version der Inf-Datei. Diese kann bedenkenlos mitkopiert oder gelöscht werden. Windows legt sie neu an wenn es sie nicht findet. Nach einem Neustart war der Spuk vorbei und es wurden wieder alle USB Massenspeicher korrekt erkannt.