Vom 09.10.2014 bis 10.10.2014 fand in Hamburg zum wiederholten Mal die meines Wissens nach deutschlandweit größte Konferenz für Entwickler im Web- und Onlinebereich statt. Die code.talks 2014, die im letzten Jahr noch unter dem Namen Developer Conference Hamburg firmierte. Mehr als 1500 Teilnehmer trafen sich und haben sich in 112 Vortragssessions ausgetauscht und viel neues erfahren.

Der gute Ruf der letzten Konferenz hat mich bewogen, dieses Jahr auch nach Hamburg zu fahren um mir das einmal anzusehen. Ich bin mehr Lösungsarchitekt, Verfechter der DevOps Idee und Projektkoordinator als Entwickler, trotzdem waren auch für meine 'Spezies' genügend Themen dabei über die ich gerne mehr erfahren wollte. tl;dr: Es hat sich gelohnt.

Mit dem Cinemaxx am Dammtor haben die Organisatoren von Collins, die ihren Job übrigens ganz hervorragend gemacht haben, eine sehr gute Wahl getroffen. Die riesengroßen Leinwände und die naturgemäß sehr bequemen Sitzplätze haben jede Session, die ich besucht habe, zu einem Erlebnis gemacht. Dazu kommt, dass die ganz überwiegende Mehrzahl der Speaker hervorragend vorbereitet waren und ihre Themen sehr professionell präsentiert haben. Wenn man sich überlegt, wie einschüchternd es sein kann, wenn man vorne in einem voll besetzen Kinosaal mit mehreren hundert Plätzen steht und eine Vortrag halten soll, kann man diese Leistung gar nicht hoch genug loben.

Ich werde, wenn ich alle Links zu den jeweiligen Präsentationen zusammen habe, in einem zweiten Blogbeitrag noch einmal etwas detaillierter auf die von mir gesehen Sessions eingehen.

Gibt es auch was zu kritisieren? Ja, aber das ist ein Erste-Welt-Problem: die Sessions fanden parallel in 8 (acht!) Sälen statt. Naturgemäß kann da niemand alles Sessions sehen, die ihn interessieren. Bei einem Ticketpreis zwischen 249 und 399 Euro (für Normalzahler, Studenten kamen mit weit weniger davon) würde ich mir wünschen, dass alle Sessions per Video aufgezeichnet werden und hinterher, zumindest für die Teilnehmer und Referenten, abrufbar sind. An dem Aufwand für die Videoaufzeichnung in Saal 1 war zu sehen, das das Orga-Team auch hier auf erstklassige Qualität aus wahr. Jedoch würde es bei den anderen Sälen meiner Meinung nach reichen, die gesamte Session mit einer Kamera und aus einer Perspektive heraus zu filmen. So ähnlich wie es der Chaos Computer Club bei seinen Jahresendkonferenzen Chaos Communication Congress schon lange erfolgreich macht.

Nochmals Danke, Hut ab vor der Leistung aller Beteiligten und bis zum nächsten Jahr.